Heidelberg – ein Club mit Tradition

Gegründet wurden wir 1974, von 1978 bis 1984 gab es eine Pause, dann kam die legendäre Zeit im Haus Buhl: Von 1984 bis 1990 veranstalteten wir Jahr für Jahr mittwochs 40 bis 45 Konzerte.
Nachdem die Universität beschlossen hatte, aus dem Jazzkeller einen Raum für Partys zu machen, nomadisierten wir durch viele Heidelberger Häuser. So waren wir im Unterwegstheater, im Romanischen Keller, in der Alten Aula, in der Stadtbücherei, in Kirchen, im Haus der Studierenden am Marstall und in der Aula im Neuenheimer Feld zu Gast.
In letzter Zeit waren wir zu Gast im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) am Adenauerplatz, in der Medizinischen Psychologie in der Bergheimer Straße, im Kunstverein und in der Musikschule in Handschuhsheim und zuletzt in den neuen Räumen in der Kirchstraße/Bergheim.

Ein Club, der kontinuierlich arbeitet

Zwar mussten wir im Herbst 1990 unseren liebgewonnenen Keller im Haus Buhl verlassen. Das aber tat unserem Ehrgeiz keinen Abbruch. Trotz des Zwanges, immer wieder neue Räume anzumieten, veranstalteten wir zwischen 15 und 40 Konzerte jährlich.

Wir arbeiten demokratisch

Regelmäßig treffen sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Programmrat. Dort werden eingegangene Bewerbungen vorgestellt. Tonträger werden gemeinsam angehört und besprochen. Ein solider Finanzrahmen wird vereinbart. Im Konsens wird vereinbart, mit wem der Vorsitzende verhandeln soll.

Wir arbeiten mit vielen anderen Einrichtungen zusammen

Seit Anbeginn suchen wir Kontakt zu anderen kulturellen Institutionen: Höhepunkte waren zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Institut Francais (Louis Sclavis), mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft (Zakir-Hussain-Ensemble), der Medizinischen Psychologie (Blacksea Trio/Pago libre), der Heiliggeist-Kirche (EVA) und mit dem Kunstverein (Mani Neumeier/Hans-Carsten Raecke).

Ehrenamt und Verlässlichkeit

Manche Leute denken zunächst: Ein Veranstalter, der mit Ehrenamtlichen arbeitet, engagiert nur Amateurmusiker und –musikerinnen und produziert amateurhaft.
Falsch! Wir haben Kontakte zu den führenden Agenturen der Jazzwelt und zu Musikerinnen und Musikern in aller Herren Länder, wir arbeiten verlässlich und halten uns akribisch an die schriftlich getroffenen Vereinbarungen, auf unser Wort ist Verlaß, wir kalkulieren vorsichtig, Musikerinnen und Musiker sind unsere Gäste, die es als solche zu behandeln gilt und die wir anständig bezahlen wollen.

Weltläufigkeit und Förderung der regionalen Szene

Legendäre Jazzmusikerinnen und –musiker geben sich bei uns die Klinke in die Hand, erinnert sei an die Konzerte mit Steve Lacy, Mal Waldron, Horace Parlan, Charlie Mariano, Gary Peacock, Paul Bley, Arthur Blythe, Kenny Wheeler und Ray Anderson. Nicht weniger engagiert sind wir in Sachen Förderung der regionalen Jazz- und Improvisations-Szene. Erinnert sei an TOTAL NORMAL mit dem Mannheimer Gitarristen und Komponisten Hans Reffert, an Christian Eckerts QUECK-WEBTETT und an den Auftritt von Gunter Kraus und David Moufang beim Markt der Möglichkeiten (Sommer 2002).

Die Stadt lädt ein ... Wir sind dabei.

Egal ob SZENE SCHWEIZ, Heidelberger Frühling, 800 Jahre Heidelberg oder BERG (Herbst 2002) – wir sind dabei. Fürs Stadtjubiläum organisierten wir speziell für die Glocken der Altstadt das von Llorenc Barber geschriebene Kirchenglockenkonzert: 30 Spielerinnen und Spieler brachten die Partitur zum Klingen.