Soweit nicht anders angegeben, stammen die Artikel aus der RNZ (Rhein-Neckar Zeitung)
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Norbert Stein Pata Masters

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Bartmes :: Cosmic Grooves

Raummusik für Saxofone

Karl Berger & Friends

Zig Zag Trio

Ein Phantastisches Filmkonzert im DAI

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Simon Nabatov - Ernst Rejseger - Michael Vatcher

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Christopher Dell D.R.A.

Trio in Treptow

Erika Stucky & "Roots of Communication"

Treya Quartett

Dreidimensionales Klangerlebnis
Karlsruher "Raummusik für Saxofone" auf Einladung des JazzClubs im Heidelberger Kunstverein
(am Samstag, 23.04.2005)
Fotos und Text von Rainer Köhl

Sie spielen in unterirdischen Wasserspeichern oder riesengroßen Gasometern: weitläufige Gebäude mit ihrer besonderen Akustik sind wie geschaffen für die Auftritte der Karlsruher Formation "Raummusik für Saxofone". Deren Performances sind mobile Klanginstallationen. Neun Saxofonisten erfüllen die vorzugsweise hallige Akustik großer Räume mit Klangwolken, die sich durch das improvisatorisch freie Flutenlassen der Klänge ebenso unablässig neu gestalten wie durch die Positionswechsel der Musiker innerhalb des Raums.
Auf Einladung des Heidelberger Jazzclubs gastierte das Ensemble nun im Heidelberger Kunstverein, wobei dieser Ort nicht nur durch seine Räumlichkeiten ideal war für den Auftritt, sondern im Hinblick auf die ausgestellten Gemälde von Thomas Hartmann zum tönenden Gesamtkunstwerk wurde. Die unterschiedlichen Sinneseindrücke, die sich durch wechselnde Standorte bei ein und demselben Bild ergeben, sie machten ebenso einen besonderen Reiz in dieser Raummusik aus.
Das Zusammenspiel von Detail und klingender Totale wurde gerade dann erfahrbar, wenn man ganz nahe an die Musiker herantrat und beides wahrnahm: das filigrane Spiel eines Einzelnen und das Verwobensein im Gesamt-
klang der neun Saxofone. Nicht selten waren es leise Töne, die sich den Schalltrichtern der im ganzen Raum verteilten Musiker entwanden: feingewebte Strukturen im Einzelnen formten sich zu weiträumig flutenden Klang-
bändern und Klangwolken im Ensemble.
Wenn die Musiker teilweise auf der Empore oder im Un-
tergeschoss weiterspielten, öffneten sich die Klangper-
spektiven noch weiter. Klang wurde zum virtuellen Raum, ganz in der Tradition von Saties "Musique d'ameublement". Die "Raummusikfür Saxofone" ist ein permanentes gegenseitiges In-Schwingung-Versetzen, sind wellenartig sich ausbreitende Klänge, Interferenzen bildend, andere Klangereignisse in Schwingung bringend, Geräuschfarben erzeugend. Das Ergebnis kommt einer elementaren Naturkraft nahe. Zwischen geheimer Magie und genauer Klangrecherche oszilliert es packend.
Eine starke Schule des Hörens und Wahrnehmens, an dessen Ende das aufgeschlossene Publikum begeisterten Beifall spendete.