Soweit nicht anders angegeben, stammen die Artikel aus der RNZ (Rhein-Neckar Zeitung)
Luciano Biondini / Javier Girotto Duo

Norbert Stein Pata Masters

Arthur Blythe / Bob Stewart Duo

Jutta Glaser Band

Bartmes :: Cosmic Grooves

Raummusik für Saxofone

Karl Berger & Friends

Zig Zag Trio

Ein Phantastisches Filmkonzert im DAI

Uli Partheils PLAYTIME

Simon Nabatov - Ernst Rejseger - Michael Vatcher

Matthias Schubert Quartett

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Pago Libre

Christopher Dell D.R.A.

Trio in Treptow

Erika Stucky & "Roots of Communication"

Treya Quartett

Weites Land
Jutta Glaser Jazz-Quartett im DAI (am Mittwoch, 15.06.2005)
Von Rainer Köhl

Schlichte Schönheit und Vitalität, das findet Jutta Glaser in Volksliedern aus aller Welt. Darum widmet sich die Heidelberger Jazzsängerin immer wieder gerne diesem Repertoire - jazzgerecht bearbeitet, versteht sich. Und freilich hat sie die wunderbar flexible Stimme, um die folkloristische Klangfärbung mit jazzigem Feeling weiter zu beleben. Von solcher Mischung war ihr Auftritt beim Heidelberger Jazzclub im gutbesuchten Deutsch-Amerikanischen Institut erfüllt.
In neuer Quartettbesetzung präsentierte sich die Sängerin. Mit dabei neben ihrem langjährigen Gitarrenbegleiter Bernhard Sperrfechter waren Martin Wagner (Akkordeon) und Jens Loh am Kontrabass. Eine ausgesprochen gut klingende instrumentale Basis, die in ihrer Leichtigkeit und beschwingten Farbigkeit ein idealer Ort für Poesie war. Und ebensolche transportierte dieses Quartett reichlich. Vier Musiker, die über genügend Fantasie verfügen, um den Songs überraschende Wendungen zu geben, diese mit eigenen Ideen und wunderbaren Klangfarben zu erfüllen.
Ihre leichtgängige Virtuosität im Scatge-sang brachte die Sängerin im Duo mit Sperrfechter gut in Fahrt bei Chick Coreas "Spain": filigran hingetupfte Töne, blütenzarte Verwebungen. Mit Musikern aus Estland und Russland hat Jutta Glaser schon viel gesungen, darum hat sie auch Entsprechendes aus diesen Ländern im Repertoire. Etwa das estnische Traditional Song "Tasane Maa" (Weites Land): beschwörend rituell, schama-nenhaft und obertonreich war ihr Gesang, von stiller Intimität in der wunderschönen Melodik des Songs.